12. Bolivien-Netz Konferenz in Stuttgart

Am vergangenen Wochenende fand unsere mittlerweile 12. Konferenz in Stuttgart statt. Dort waren wir in der Waldorfschule am Kräherwald untergebracht, einer großen, sehr schönen und gut ausgestatteten Location. Wir hatten sogar die Unterstützung einer Lehrerin, die uns bei der Arbeit in der professionellen Kantinenküche unterstützte.

Bilderbericht

  • Am Freitagabend trudelten die Leute so nach und nach ein. Und da die ersten Ankömmlinge gleich mitanpackten gab es auch schon am ersten Abend einen leckere Sopa de Maní, von der wir auch am nächsten Tag noch genug für ein Mittagessen hatten. Anschließend wurden die Schlafplätze besichtigt- wo den Männern im neuen Terrain der Waldorfschule am Kräherwald noch nach Späßen zu Mute war ;)
  • Zum Schlafen nutzten wir die Turnhalle und wie gewöhnlich war jeder mit Isomatte und Schlafsack ausgerüstet. Der Kreativität in der Ausstattung des Schlafplatzes waren dennoch keine Grenzen gesetzt.
  • Am Samstagvormittag konnte jeder nach einem gemeinsamen Brainstorming sich seiner ganz persönlichen Projektidee und Gruppe widmen. Auch dabei sollten die Kreativität und die Gedanken freien Lauf haben.
  • So endstanden neben dem bestehenden Praktikumsprojekt, ein Patenprojekt mit einem Waisenhaus in Cochabamba, eine Kooperation mit dem Verein Copal (Corazones por América Latina), weitere Ideen für den Kalender 2016 sowie ein Geschichtenbuch und die Überarbeitung bzw. Neuauflage der Fotoausstellung.
  • In einem Workshop zu den Kolonialen Strukturen in der Entwicklungszusammenarbeit durch eine Referentin des iz3w in Freiburg, konnten wir uns anhand vielfältiger Methoden kritisch mit unseren eigenen Vorstellung von Entwicklungszusammenarbeit und Kolonialgeschichte auseinandersetzen.
  • Auf einem Zeitstrahl von 1700 bis 2015 sollten wir verschiedene Aussagen bekannter Persönlichkeiten in Bezug auf die „Entwicklungszusammenarbeit“ im größeren geschichtlichen Rahmen einordnen und konnten dabei ein spannendes Ergebnis erzielen.
  • Auf einem Zeitstrahl von 1700 bis 2015 sollten wir verschiedene Aussagen bekannter Persönlichkeiten in Bezug auf die „Entwicklungszusammenarbeit“ im größeren geschichtlichen Rahmen einordnen und konnten dabei ein spannendes Ergebnis erzielen.
  • Der Samstag war wohl der Höhepunkt des  Bolivien-Netz Treffens in Stuttgart! Nachdem wir den Tag mit erfolgreicher Arbeit abgeschlossen hatten, feierten wir noch gemeinsam unser Wiedersehen bei bolivianischen und lateinamerikanischen Rhythmen.
  • Die bolivianische Küche sollte an diesem Wochenende voll ausgekostet werden. Mit der Hilfe vieler fleißiger Hände und auch einer Lehrerin der Schule, konnten wir jede Menge Salteñas für das Abendessen backen.
  • Am Sonntag wurden in der Mitgliederversammlung ein Teil des Vorstandes mit großem Dank für das geleistete Engagement abgelöst und durch drei neue motivierte junge Frauen  im Vorstandsteam (zwei davon Bolivianerinnen) ersetzt.
 

Mitgliederversammlung

Am Sonntag fand die 6. Mitgliederversammlung statt, in der u.a. ein neuer Vorstand gewählt wurde. Dieser besteht nun aus David Digomann, Johannes Schurr, Sarah Müller, Pamela Rothaupt und Rosio Bogner. Bastian Rothaupt, der den Verein mitbegründete und seitdem im Vorstand tätig war stellte sich nicht wieder zur Wahl. Der Vorstand bedankte sich ganz herzlich für sein Engagement. 

Neben dieser Wahl wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres von David Digomann, der die Versammlung anleitete, sowie die Entwicklung der Kasse von Johannes Schurr, aufgezeigt und es wurde der bisherige Plan für 2015/16 erklärt.

Projektarbeiten

Auch fanden wir wie immer bei der Konferenz Zeit, an den bestehenden Projekten weiterzuarbeiten und neue Projekt zu überlegen. Dazu wählten wir die Methode des Open Space, um besonders auch den neu Hinzugekommenen Raum für eigene Ideen zu geben. So wurde über eine Erweiterung des muy prontos für Touristen, die nächste Konferenz und das Ausweiten des Praktikumsprojektes gesprochen, ebenso wie über ein bolivianisches Gitarren-, Geschichten- und Kochbuch.

Auch war die Vernetzung mit anderen Vereinen, besonders mit dem Verein COPAL (Corazones de Latinoamerika Würzburg) ein Thema, von dem zwei Mitglieder auch samstags bei der Konferenz dabei waren.  So gab es die Überlegung die nächste Konferenz gemeinsam in Würzburg auszurichten und auch über ein mögliche Unterstützung beim Druck der Kalender kam ins Gespräch.

Frau Katrin Dietrich vom IZ3W in Freiburg  führte uns am Samstag sehr interessant und unterhaltsam durch den Nachmittag zum Thema „Koloniale Strukturen in der Entwicklungszusammenarbeit im 21. Jahrhundert“. Beeindruckend veranschaulichte sie uns, wie einschneidende Auswirkungen Kolonialherrschaften auf die Weltgeschichte, besonders auf die davon betroffenen Länder auf der Südhalbkugel haben können und wie diese bis heute unser vorurteilsbehaftete Sicht auf die Länder des globalen Südens prägen.